Ungemach im Deutschen Komponist:innenverband und der GEMA

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Die Sache ist ebenso verfahren wie die Sache mit Weimer. Die GEMA-Reform 2026 zerreibt Nerven und lang gewachsenen Strukturen, die ja nicht immer nur schlecht sein müssen. Es ist ja absolut unstrittig unter Langerfahrenen Beobachtern der GEMA, dass die Ideen der aktuellen Reformbemühungen nicht aus Gründen der Kulturliebe geschehen, wäre es so, würde man sich Mühe geben, zu den bekannten Fördermaßnahmen, weitere aufzusatteln. Was aber passiert: Man zerstört bewährte institutionelle Strukturen unter dem Deckmantel, endlich das Schema von U- und E-Musik aufzulösen.…

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Esc heißt Escape

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Zwischen Dada und Ballaballa ist enorm viel Raum für Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung. Sie wissen, wovon ich spreche: Vom einzigen Wettbewerb der Welt, bei dem es nicht darum geht, den Sieg davon zu tragen, sondern im besten sportlichen Sinn, dabei zu sein und beim millionenfachen europaerweiterten Publikum Hormone aus Glück und atavistisch-ästhetischer Frivolität freizusetzen: Es geht um den Eurovision Song Contest. Die ARD ist auch mit von der Partie und muss aktuell etwas zwischen 400.000 und 500.000 Euro investieren für ein…

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Theatersterben – leicht erklärt

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit

Menschen fragen sich, warum geht niemand ins Theater oder in die Oper. Wo bleibt das Publikum? Ist es der Coronaknick, ist es eine Zugangsschwelle, die nicht übertreten wird vom speziellen oder dem anderen Publikum. Oder stimmt die Beobachtung gar nicht und alles ist superchic. Sind die Probleme nur eingebildet vielleicht? Ich fürchte. Ja und Nein. Denn das Problem ist eigentlich so trivial wie durch die Ansammlung von unmanipulierten empirischen Fakten aus der Wissenschaft schnell beantwortet. Wann finden eigentlich Veranstaltungen größeren Ausmaßes in…

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Theatersterben – leicht erklärt

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Menschen fragen sich, warum geht niemand ins Theater oder in die Oper. Wo bleibt das Publikum? Ist es der Coronaknick, ist es eine Zugangsschwelle, die nicht übertreten wird vom speziellen oder dem anderen Publikum. Oder stimmt die Beobachtung gar nicht und alles ist superchic. Sind die Probleme nur eingebildet vielleicht? Ich fürchte. Ja und Nein. Denn das Problem ist eigentlich so trivial wie durch die Ansammlung von unmanipulierten empirischen Fakten aus der Wissenschaft schnell beantwortet. Wann finden eigentlich Veranstaltungen größeren Ausmaßes in…

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Die Nullte Gewalt

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Heute kann der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas seinen 90. Geburtstag feiern. Den meisten unserer Leserinnen und Lesern dürfte er nicht aufgefallen sein durch eine besondere Affinität zu musikalischen oder auch im weiteren Sinn ästhetischen Fragestellungen. Gleichwohl ist er einer der bedeutendsten Vertreter in Fragen der Analyse von Veränderungen im Gewebe der Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Kommunikation. In seinem Buch “Faktizität und Geltung” hat er kurz einen Faden aufgegriffen, der heute seine volle Wucht entfaltet hat. Er schreibt dort beispielsweise: “Die Personalisierung von Sachfragen,…

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Gast, Kunde, Übel [Kulturinvest 2017]

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit

Der Tagesspiegel berichtet von einer Veranstaltung, die er mitorganisiert und schreibt über einen Vortrag von H.C. Brinker, bzw. zitiert ihn sinngemäß: "Der Gast, erklärt Henry C. Brinker, werde in der Met nicht als nötiges Übel angesehen, sondern als Kunde." [Quelle: Tagesspiegel Online, Kongress Kulturinvest – Am digitalen Lagerfeuer] Mit Met ist die Metropolitan Opera gemeint. Als Nagtivbeispiel erwähnt er die Pariser Philharmonie. Was daran so erstaunlich ist? Die Sprache der Kulturverwaltung, die offenbar den Gast eben als Übel oder als Kunden sieht.…

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Leere Worte: Kreativität (Die Kanzlerin)

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Es kommt selten genug vor, dass sich die oberste Kulturhüterin, die Bundeskanzlerin, zu Frage der Kulturpolitik oder -organisation äußert. Umso hellhöriger wird man. Beim Sommerfest des vprt (Verband Privater Rundfunk und Medien e.V.) vorgestern in Berlin war es mal wieder so weit. Auf der Website des vprt kann man da lesen: "Wenn Kreativität und kulturelle Betätigung keinen Wert mehr haben, weil der angeblich freie Zugang zu allem der Maßstab sein muss, dann geht etwas verloren und dann wird es wirkliche Kreativität nicht…

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Richard Wagner: “… sie sind nur Ableiter.”

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Richard Wagner ist ein umstrittener Künstler, nicht nur heute sondern auch zu seiner Zeit. In seiner revolutionären Phase als Autor (so um 1850) hatte er einer unentschiedenen Art des Kommunismus sich zugewandt. In jener Zeit enstanden dicht hintereinander zuweilen dicke Abhandlungen wie „Das Kunstwerk der Zukunft” (1849), “Die Kunst und die Revolution” (1849) und „Das Künstlertum der Zukunft” (Fragmente, ab 1849). Aufgefangen und praxistauglich umgesetzt wurden viele Ideen aus diesen Schriften dann in “Oper und Drama” (1850/51). Die Sprache der „revolutionären” Schriften…

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