Wolfram Weimer als Apologet des Muffs

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Ein Blick zurück nach 1965. Cancel Culture ohne Internet und Soziale Medien! „Nach der Uraufführung von Canettis »Hochzeit« am 3. 11. 1965 in Braunschweig erstattete ein Anonymus Strafanzeige »wegen Erregung geschlechtlichen Ärgernisses« gegen den Intendanten des Staatstheaters Braunschweig und gegen den Regisseur der Aufführung; Adorno wurde von der Dramaturgie des Theaters um eine Stellungnahme gebeten. – Der Wortlaut der Anzeige, auf den Adorno sich bezieht, findet sich in der »Neuen Braunschweiger« vom 12./13. 11.…

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Das X-Problem und die Algorithmen / Musikunterunterricht und Petitionswahnsinn / Entfesselungskunst

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„Die Überzeugung, Rationalität sei das Normale, ist falsch.“ (Adorno) +++ Algorithmen als zum Besservergessen (x) +++ Musikunteruntericht in Deutschlands Grundschulen (kann das weg?) +++ Nachhaltigkeit als Thema im Musikbereich (vielleicht) +++ Doku zur Geschichte der Jugendzentrumsbewegung (YouTube) +++ Die Vögel +++ TOM offline?

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Makulatur

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Nach Schätzungen aus dem Jahr 2001 werden jährlich etwa 16 Millionen Bücher makuliert. Jetzt gehört meine Dissertation auch dazu – ca. 250 Exemplare, eher noch mehr. ich habe mir noch fünf Exemplare sichern dürfen. So kanns gehen. Adieu. Bewerben muss ich mich damit nicht mehr. Der Inhalt ist an sich nur gealtert, aber nicht veraltet. Man würde noch ein paar weitere Werke ins Visier nehmen. Wahrscheinlich. Eine kleine Träne ist schon dabei. Bei einem…

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Das Mielke-Syndrom in den Geisteswissenschaften [1993]

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Ein Text aus dem Jahr 1993. Ich hatte den für die taz geplant. Die hat aber eine Veröffentlichung ausgeschlagen. Mielke in dem Zusammenhang zu erwähnen, war vielleicht 1993 noch halbwegs akzeptabel. Heute würde ich es nicht mehr so nennen, das Syndrom. Ärgerlich sich die Auswirkungen des Syndroms nicht weniger deshalb. »Noch der armseligste Mensch ist fähig, die Schwächen des bedeutensten, noch der dümmste, die Denkfehler des klügsten zu erkennen.« Th.W.Adorno Wie in der Rechtsordnung…

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Nachdenken über einen Engel

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«Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer…

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Besserwissen-Wollen und Halbbildung (TWA)

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… Ein Problem dabei ist leider auch die audauernde Hoffnung, gegen Dummheit und Autoritarismus helfe Bildung. So viel ist daran wahr, dass Bildung nicht zum Schaden wird, wenn sie denn greift. Die Bildung jedoch, die sich nur Facetten ihrer Dichte und Tiefe erreicht, tut dies nicht. Bildungssystemarme Gesellschaften sind ja nicht unbedingt autoritärere.…

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Abbild und Eigentum des Künstlers

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„Kunstwerke sind unvergleichlich viel weniger Abbild und Eigentum des Künstlers, als ein Doktor sich vorstellt, der Künstler einzig von der Couch her kennt.“ [Band 7: Ästhetische Theorie. Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 3749 (vgl. GS 7, S. 21) ] Ist das nur eine Frage der Psychoanalyse und nur des Teils, den man von dort aus sieht. Es gibt ja recht wenig Passagen im Werk Adornos, die sich mit Fragen der Urheberschaft von Kunst…

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